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Zeit/Temp. in NZ
Buntes
Nach "Ausgerechnet Zypern" und "Kontakt Ülkü" liegt jetzt
ein weiterer Krimi von Heinz Herbert vor. Auch dieser Thriller verrät wieder eine Menge über
seinen Protagonisten und damit auch über den Autor, der seine Plots ganz bewusst an Erlebtes angelehnt
hat.
"OBLIGATIONEN" EUR 12,00
Von Heinz Herbert
ISBN 13: 978-3980953831
IHV Ines Herbert Verlag
Mail: InesHerbertVerlagOf@yahoo.de
Zu beziehen über Amazon per Klick auf das Bild (Zusendungen innerhalb Deutschlands portofrei)
"OBLIGATIONEN" EUR 12,00
Von Heinz Herbert
ISBN 13: 978-3980953831
IHV Ines Herbert Verlag
Mail: InesHerbertVerlagOf@yahoo.de
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Es war totenstill. Ülkü griff in ihre Tasche und warf dem regungslos
am Boden liegenden Mann einen Euro an den Kopf. "Hier, Deine Vergnügungssteuer,
Großkotz."
Religiöser Fundamentalismus und ausländische Jugendliche in einer deutschen Großstadt bilden den Hintergrund für ein weiteres Abenteuer des Offenbacher Rechtsanwalts Harry Bieber. Der lässt sich auf diese Eskapade nur allzu bereitwillig ein, denn es ist die undercover agierende Kriminalbeamtin Jasmin Ülkü, die "Mondauge" jagt. Und für die riskiert Bieber alles.
KONTAKT ÜLKÜ EUR 12,00
Von Heinz Herbert
ISBN 13: 978-3980953825
IHV Ines Herbert Verlag
Mail: InesHerbertVerlagOf@yahoo.de
Zu beziehen über Amazon per Klick auf das Bild (Zusendungen innerhalb Deutschlands portofrei)
Religiöser Fundamentalismus und ausländische Jugendliche in einer deutschen Großstadt bilden den Hintergrund für ein weiteres Abenteuer des Offenbacher Rechtsanwalts Harry Bieber. Der lässt sich auf diese Eskapade nur allzu bereitwillig ein, denn es ist die undercover agierende Kriminalbeamtin Jasmin Ülkü, die "Mondauge" jagt. Und für die riskiert Bieber alles.
KONTAKT ÜLKÜ EUR 12,00
Von Heinz Herbert
ISBN 13: 978-3980953825
IHV Ines Herbert Verlag
Mail: InesHerbertVerlagOf@yahoo.de
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Buntes in und für NORDZYPERN - August 2008
UTES VOLLWERTECKEVon Ute-Marion Wilkesmann
Diesen Artikel können die Freunde bewegter Bilder auch hier sehen.
Ist Vollwerternährung ein Garant für ewige Gesundheit, ja sogar ewige Jugend?
Viele Ernährungsformen haben Anhänger, die uns immer wieder überzeugen wollen, dass wir die Gesundheit für uns gepachtet haben, wenn wir ihren Ratschlägen folgen. Meist sind dies dann auch Menschen, die vor Gesundheit und Aktivität förmlich nur so strotzen, auch wenn sie schon um die 80 Jahre alt sind oder gar dieses Alter bereits überschritten haben. Das ist immer wieder beeindruckend und verlockend, dass wir uns dann auch diesen Ernährungsweg einschlagen.
Langes Leben mit richtigem Essen
Gerade vor Kurzem habe ich in Youtube einen Film mit und über den Erfinder der Urkost, Franz Konz, gesehen. In kurzer Hose stapft er mit seiner wesentlich jüngeren Frau und einer Schar Anhänger durch die Natur und knabbert an wilden Kräutern. Sehen wir einmal von der tendenziösen Berichterstattung ab (als Beispiel ein Zitat, das mit arroganter Stimme vorgetragen wird "Das ist natürlich medizinischer Unsinn". Ach ja?), ist das schon eine Gesundheit, die sicherlich jeder gerne erreichen möchte, wenn er einmal so alt wird. Auch wenn wir uns sicher nicht alle nur von Wildkräutern und Ähnlichem ernähren möchten. Auch Linus Pauling, Nobelpreisträger und Verfechter hochdosierter Vitamin C-Gaben (deren Nutzwirkung mittlerweile mehrfach widerlegt wurde), wurde sehr alt, und das bei bester Gesundheit.

Auch Dr. Bruker hat ein hohes Alter (über 90) in geistiger Klarheit und guter körperlicher Verfassung erreicht. Und ich preise Ihnen ja nun die brukersche Vollwert seit mehr als anderthalb Jahren auch immer wieder als eine Quelle der Gesundheit (und des Genusses, nicht zu vergessen!) an.
Das Schöne an der Vollwerternährung im Gegensatz zu vielen anderen Ernährungsweisen ist, dass sie vielfältig belegt ist. Es gibt einen gesunden Linus Pauling - aber es gibt mehr als viele tausend vormals Erkrankte, die mit Brukers Ernährung gesundeten. Wer sich einmal mit einer Gruppe Vollwertler unterhält, wird immer wieder erstaunt sein, wie viele dann sagen "Ja, ich bin über diese-und-jene Krankheit zur Vollwertkost gekommen, und jetzt bin ich gesund (oder zumindest: jetzt geht es mir viel besser)". Neben diesen praktischen Erfahrungen gibt es auch eine Fülle von Fachliteratur, die die Erkenntnisse der Vollwerternährung zusätzlich theoretisch untermauert.
Kann ich mich nun, da ich ja so brav vollwertig esse, mich völlig vom Industriezucker, dem Auszugsmehl und anderen schlimmen Dingen abgewandt habe, darauf verlassen, dass ich nie wieder krank werde?
Krankheitsbeispiele unter Vollwerternährung
Vor einem Jahr sprach ich mit einer Freundin, die enge Kontakte zu vielen Gesundheitsberaterinnen hat (Gesundheitsberater haben eine mehrjährige Ausbildung im Max-Otto-Bruker-Haus in Lahnstein gemacht, sind also praktisch und theoretisch mit dem brukerschen Wissen bestens vertraut). Sie berichtete mir geschockt, dass bei einer ihr bekannten Gesundheitsberaterin die Diagnose Brustkrebs gestellt wurde, obwohl sie sich schon seit 25 Jahren streng vollwertig ernährt. Das ist schon ein Schock, denn irgendwie möchten wir uns mit unserer Lebensweise ja auch die Gesundheit quasi erkaufen.
Eine andere Freundin, die sich seit zwei Jahren vollwertig-tiereiweißfrei mit nur wenigen kleinen Abweichungen ernährt, hat gerade bei einem Zahnarztbesuch einen sehr schlechten Befund erhalten: massiver Knochenschwund im Kiefer, obwohl vor einem halben Jahr noch alles tiptop war.
Die Liste dieser Beispiele kann ich fortsetzen. Wie verträgt sie sich denn mit den nachweisbaren und immer wieder belegten Beispiele von Heilungen bei chronischer Polyarthritis, Gallenleiden, Heuschnupfen, Asthma, Allergien?
Krankheitsursachen
Auch hier gibt uns Bruker wieder die Erklärung. Er unterscheidet:
- ernährungsbedingte Faktoren
- lebensbedingte Aspekte
- umweltbedingte Einflüsse
Die lebensbedingten Aspekte haben uns häufig auch im Griff: Stress, Frustrationen, Ärger, Kummer hinterlassen ihre Spuren in unserem Körper, der uns durch diese Fehlfunktionen mitteilt, wo wir in die falsche Richtung laufen (hierzu sehr aufschlussreich das Buch von Thorwald Dethlefsen, Krankheit als Weg). Ich kenne die krebskranke Gesundheitsberaterin nicht, kann dazu also nichts sagen. Aber von meiner Freundin weiß ich eben ganz genau, dass sie unter Dauerstress steht, also ständig Adrenalin ausschüttet. Und ich weiß auch von mir, dass ich in schwierigen Zeiten dazu neige, mich mit "Essen" zu trösten. Da ist sicher ein Trost in Form von Vollwertsüßigkeiten besser für meinen Körper als Schokolade, Eis oder Kartoffelchips - aber natürlich nehme ich von zu viel Datteln und Nüssen auch irgendwann zu.
Den umweltbedingten Einflüssen können wir uns häufig gar nicht entziehen. Luftverschmutzung, Altlasten im Boden, Elektrosmog und andere Giftstoffe, derer wir uns möglicherweise gar nicht bewusst sind - sie sind heute kaum noch vermeidbar.
Ja, lohnt es sich denn da überhaupt noch, sich vollwertig zu ernähren, wenn ich gegen die Krankheiten doch sowieso nichts machen kann?
Natürlich lohnt es sich. Wer sich nur eine Weile, ein paar Wochen, vollwertig ernährt, wird ja sofort die positiven Erscheinungen notieren können: Sei es vermehrte Energie, deutlich weniger Erkältungskrankheiten, einfacherer Kampf mit dem Übergewicht bis hin zu erstaunlichen Ergebnissen bei Gelenkerkrankungen und Allergien.
Dazu kommt, dass eine konsequente Vollwerternährung auch sehr ausgleichende psychische Wirkungen hat. So wurde z.B. vor einigen Jahren in verschiedenen amerikanischen Jugendgefängnissen die Ernährung auf Vollwert umgestellt. Der Aggressionspegel der jugendlichen Straftäter sank drastisch!
Eine Frage, die sich aufdrängt - warum setzt sich denn dann die Vollwerternährung nicht weiter durch? Nun, die Antwort ist so einfach wie traurig: Da stehen einmal wieder finanzielle Interessen dagegen. Vom Zucker leben nicht nur die Zahnärzte gut, sondern vor allem die Zuckerindustrie und ihre Lobbyisten. Warum Eltern die Vollwerternährung näher legen, wenn wir ihnen Babykost in Gläschen und später Pharmazeutika zur Ruhigstellung ihrer Kinder verkaufen können? All die vielen verdauungsfördernden Mittel, die Schlafmittel, die schönen Krankenkassenpaläste - sie alle würden deutlich an Bedeutung verlieren. Und wie stark die Lobbyisten aus diesen Richtungen sind, hat Dr. Bruker ausgiebig erfahren, der immer wieder von der Industrie vehement angegriffen wurde.
Antwort auf die Frage: Ist Vollwerternährung ein Garant für ewige Gesundheit, ja sogar ewige Jugend?
Nein, sie ist es nicht. Aber sie ist die beste Grundlage dafür, die wir uns schaffen können.
Heute als Rezept des Monats ein Gemüsegericht, das Sie entweder als Hauptspeise (dann reicht es für 1 Person) oder mit Beilage (dann reicht es für 2 Personen) essen können. Es ist einfach herzustellen, geht schnell und bewahrt den Eigengeschmack des Gemüses und auch dank der vorsichtigen Garmethode weitgehend die enthaltenen Vitalstoffe.

Bohnen-Champignon-Pfanne
Zutaten:
- 3 Esslöffel Sonnenblumenkernöl (kalt gepresst)
- 2 Esslöffel Wasser
- 1 Teelöffel Gemüsebrühextrakt
- 200 g flache grüne Bohnen ("Speckbohnen")
- 200 g Champignons
- etwas Salz
Herstellung:
Öl, Wasser und Gemüsebrühexrakt in einer Pfanne verrühren. Champignons säubern (Dreck ggf. abbürsten, nicht waschen) und möglichst intakt (wenn sie nicht gerade riesig sind) in die Pfanne geben. Bohnen waschen, Enden entfernen und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Auf die Champignons legen, Deckel auflegen und bei großer Hitze zum Kochen bringen. Wenn Dampf unter dem Deckel austritt, auf kleinste Einstellung wechseln und 15-17 Minuten dünsten. Den Deckel dabei während des Garens stets geschlossen halten. Nach Geschmack noch ein wenig salzen.
Bis zum nächsten Mal in bester und steigender Gesundheit grüßt Sie
Ute-Marion Wilkesmann
vitalstoffreich@vollwertkochbuch.de
September 2008
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VIER BÜCHER VON DER NORDZYPERN-INSIDER-AUTORIN UTE- MARION WILKESMANN:
SCHROT STATT SCHROTT:
365 mal Frischkorn zum vollwertigen Frühstück
von Ute-Marion Wilkesmann.
244 Seiten, Verlag: Books on Demand;
Auflage: 1 (Juli 2008)
ISBN-13: 978-3837041491 Preis: ¬ 19,80 -
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365 mal Frischkorn zum vollwertigen Frühstück
von Ute-Marion Wilkesmann.
244 Seiten, Verlag: Books on Demand;
Auflage: 1 (Juli 2008)
ISBN-13: 978-3837041491 Preis: ¬ 19,80 -
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ROHKOST STATT FASTEN
140 Seiten, Verlag: Books on Demand;
Auflage: 1 (März 2007)
ISBN-13: 978-3833491221 Preis: ¬ 11,00 -
Ein Rohkost Tagebuch für Normalos von Ute-Marion Wilkesmann.
Zu beziehen über www.amazon.de per Klick auf das Bild
140 Seiten, Verlag: Books on Demand;
Auflage: 1 (März 2007)
ISBN-13: 978-3833491221 Preis: ¬ 11,00 -
Ein Rohkost Tagebuch für Normalos von Ute-Marion Wilkesmann.
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BRÖTCHEN STATT BROT:
Von Rohkost über vegan bis vollwertig backen
Von Ute-Marion Wilkesmann - Preis 11,40 ¬
Broschiert: 148 Seiten, Auflage: 1 (Juni 2007)
ISBN-13: 978-3833497704
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Konfekt statt Sünde:
100 Naschereien aus der Vollwert-Küche
Von Ute-Marion Wilkesmann - Preis 9,90 ¬
Broschiert: 108 Seiten, Verlag: BoD GmbH(11/2007)
ISBN-10: 3837009637 ISBN-13: 978-3837009637
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VIERECKIGE AUGEN
Von Heinz Herbert
Sie sind vorbei, die olympischen Spiele. Meine Augen nehmen wieder normale Formen an.
Deutschland im offiziellen Medaillenspiegel auf erstaunlichem Rang 5 mit 16 x Gold, 10 x Silber, 15 x Bronze, mithin insgesamt 47 x Edelmetall. Erstaunlich. Vor der BRD nur China, USA, Russland und Großbritannien.
Nun ging ich im Vorfeld recht kritisch schon mit der Vergabe dieses Spektakels nach China um. Zu nah auch das Bewusstsein, dass bereits die Live-Fernsehbilder der Eröffnungsfeier zum Teil gefaked waren, was mir bestätigte, die Manipulation ist das wahre Gesicht Chinas. Ein wirtschaftlicher Riese, eine Weltfabrik, die Imagepflege betreibt und sich weit weg von den Realitäten zeigt. Schließlich verschaffen die früheren Helden der Arbeit heutzutage zu Sklavenkonditionen einer Grauschicht von Aufsteigern zu Milliardenreichtum, während sie selbst in verschmutzten Städten wohnen, weil die Regierung Umweltschutz auf ihrem Weg zur Weltwirtschaftsmacht als Behinderung ansieht.
Menschenrechte bleiben ein Fremdwort, der Einzelne bedeutet nichts. Obgleich papierkommunistisch, werden einige wenige Kapitalisten von der Regierung stärker unterstützt, als dies in einem eindeutig kapitalistischen System möglich scheint.
Jetzt, im Nachhinein, nachdem all die schönen, teilweise packenden und aufregenden Bilder des Sports Geschichte sind, muss ich meine klar negative Sicht hinsichtlich der Vergabe dieser Spiele nach China etwas korrigieren.
Vergessen wir die perfekte Inszenierung vor grandiosen Kulissen und die sportlichen Leistungen. Die waren schlichtweg überwältigend (alleine 40 Weltrekorde) und das Reich der Mitte hat bewiesen, dass es genau so etwas besser, glanzvoller und erfolgreicher ausrichten kann als die europäischen Erfinder, samt dem Rest der westlichen Welt.
Was haben diese Spiele China gebracht und was konnte China der Welt vermitteln?
China hat die eingeforderte Fokussierung der Welt auf dieses Land erreicht. Die Machthaber haben demonstriert, dass sie - wenn man sie lässt, wie geschehen - sich um Menschenrechte nach den Vorstellungen der westlichen Welt nicht im geforderten Umfange zu kümmern brauchten, auch wenn das erst dem deutschen Innenminister in einem ZDF-Interview von der kecken Müller-Hohenstein nachhaltig in Erinnerung gerufen werden musste, bevor der Minister total abhob bei seiner Lobhudelei über eingehaltene Zusagen bezüglich Bewegungsfreiheit der Journalisten, denn die gezeigte Zucht und Ordnung eines Militär- und Polizeistaates sind unserem Herrn Minister nicht gar so befremdlich.
Der dienernde Kerner dagegen wurde etwas blass um die Nase und schob schnell eine unverfängliche Frage hinterher, die dem Schäuble ernsthaftere Bemerkungen als "...ja, wenn dasch scho is, dann musch man dem nachgehe", ersparte.
Jedenfalls bleibt es dabei: der politische Preis, den China zahlen musste, ist nur gering zu veranschlagen.
Trotzdem: China hat verdeutlicht, dass es zu Angleichungen fähig ist. Obgleich es noch immer kein freies Internet gibt, entwickelt sich China hinter dieser "großen Firewall" zu einer digitalen Supermacht, mit allen informativen Folgen. Statistiken geben an, dass bereits heute 200 Millionen Chinesen im Netz surfen und 550 Millionen mobil telefonieren. 2015, so eine Hochrechnung, sollen neun von zehn Chinesen Zugang zu digitalen Diensten haben.
Und: Information ist der erste Weg zum Aufweichen überalterter Strukturen, ist der Zugang zu anderer Sicht- und Denkweise und damit zu einem anderen, eigenen Erkennen.
Bereits seit der Jahrtausendwende gibt es eine Vielzahl an Zeitungen, die durchaus leserfreundlich nicht nur informativ sind, sondern auch humanes Denkgut verbreiten. Sie machen Mut und Hoffnung auf ein anderes, vielleicht besseres Leben. Ein chinesischer Journalist wird mit der Äußerung zitiert: "... bis Mitte der achtziger Jahre war ich noch ein Zeitungsverweigerer. Die Zeitungen waren damals politisch und für mich so interessant wie der Gesang der Zikaden im Sommer. ... Vom Leben war wenig die Rede."
Heute ist die Presselandschaft Chinas im Vergleich zum früheren grauen Einerlei, allem Anschein nach bunt, differenziert und, noch in eingeschränkten Bereichen, auch kritisch.
Ich lese, dass Chinas Mediensituation heutzutage von Pluralisierung und Kritik, wenngleich noch immer durch Kontrolle und Unterdrückung geprägt ist. Letzteres aber durchaus in anderer, viel differenzierterer Weise als vor vielleicht zehn oder fünfzehn Jahren überhaupt denkbar.
Die westliche These, wo Zensur herrscht kann es keinen Freiraum geben, ist nicht nur überholt, sondern schlichtweg auch falsch. Das sieht man z.B. in den USA, dem Land der Freiheit, in dem, wie in vielen westlichen Ländern auch, eine Zensur durch Unterdrückung freier Meinungen auf eine ganz andere Weise, jedoch ähnlich wirkungsvoll, stattfindet. Aber, das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls stehen Chinas Medienhäuser, soweit privatisiert, vor der Anforderung, Geld zu verdienen. Und am besten verkaufen sich auch in diesem unglaublich großen Vielvölkerstaat die Stories am besten, die nicht den offiziellen Sprachregelungen folgen. Auch dort sind reale Fragen und Fakten, möglichst investigativ erforscht, mehr gefragt als die Lektüre kommunistischer Verlautbarungen.
Irgendwann, vielleicht, werden die Mächtigen auch dort erkennen, dass ihre Angst vor den Ideen hinter der Mauer unbegründet sind, es sei denn, sie haben sich soweit von dem Volk entfernt, dass es keine Gemeinsamkeiten mehr gibt. Dann folgt eine Bereinigung, wie das immer ist, in diese oder in jene Richtung.
Vielleicht aber überholt sich der Kommunismus oder eher dieses Diktat einer kommunistischen Partei, in China von alleine. Am Ende wird nicht einmal eine liberale Demokratie westlicher Vorstellung Einzug halten, sondern so etwas wie ein linker Konfuzianismus.
Ich höre da gerade schallendes Gelächter? Warum denn nicht? Seinerzeit wurde der alte Konfuzius dazu missbraucht, um blinden Gehorsam gegenüber den Herrschern, die Unterdrückung von Frauen und den Gebrauch brutaler Strafen, zu rechtfertigen. Die Traditionen des heutigen, ich sage einmal "aufgeklärten Konfuzianismus" erlebt vielleicht eine Wiederbelebung im breiten Bewusstsein der Bevölkerung. Er könnte am Ende, weniger artfremd als eine Demokratie westlicher Prägung, das Korrektiv sein, das eine kommunistisch geprägte Denkweise ersetzen könnte durch soziale Harmonie, eine friedliche Konfliktlösungen unter Beibehaltung einer eher konservativen Morallehre.
Viel leichter wäre es für den gemeinen Chinesen, könnte er sich auf das stützen was er instinktiv als richtig erfühlt, einen Konfuzianismus, der die Verpflichtung der Intellektuellen betont, zu kritisieren was schlecht ist und zu fördern, was objektiv gut ist.
Weg mit der linken Parteiendiktatur und her mit einem linken Konfuzianismus. Sicherlich besser als der westliche Versuch, das Land auf den Weg unseres Demokratieverständnisses zwingen zu wollen.
Doch nochmal zurück zum eigentlichen sportlichen Ereignis aus deutscher Sicht. Die Medaillen, letztendlich mehr als nach den ersten Tagen vermutet, kamen überwiegend aus Sportarten, die nicht so im Medieninteresse stehen (eine für alle: die Goldmedaillengewinnerin im Modernen Fünfkampf: Schießen, Fechten, Schwimmen, Reiten, Laufen), während gerade die Medien-Lieblingssportarten in aller Regel sang- und klanglos untergingen.
Daraus lernt die deutsche Medienlandschaft aber nicht, dass es Sinn macht in Zukunft öfters über diese sogenannten Randsportarten zu berichten, um mehr junge Menschen dafür zu begeistern. Nur dann, wenn eine Sportart ins Bewusstsein dringt, hat sie eine Chance, von der breiten Masse aufgenommen zu werden. Sponsoren sollten endlich erkennen, dass mit dem x-ten Fußballer oder Tennisspieler nichts mehr zu holen ist, während Sportler oder Sportlerinnen aus Randsportarten sehr wohl faszinieren können, weil sie (noch) außergewöhnlich sind.
Natürlich muss der entsprechende Nationalverband mitziehen und es anders machen als der Deutsche Schützenbund, der zwar der viertgrößte Mitgliederverband Deutschlands ist, es aber nicht schafft, wenigstens die durchaus vorhandenen, mitreißenden Einzeldisziplinen zu präsentieren. Dafür laufen die nur allzu gerne rum, als würden sie Trachtengruppen repräsentieren.
Vollkommen daneben ist auch die nachträgliche Kritik mancher Sportfunktionäre an den Leistungen unserer Sportler, soweit die nicht in die Medaillenränge gelangten. So wurde der Leichtathletik-Cheftrainer Jürgen Mallow von einigen Sitzpinklern dafür abgemeiert, dass lediglich Christina Obergföll eine Bronzemedaille gewonnen hat, in Verbindung mit dem Hinweis, dass die deutsche Leichtathletik schon glorreichere Zeiten erlebt hatte.
"Diese glorreichen Zeiten wollen wir nicht", knurrte denn auch Mallow zurück. "Damals wurde gedopt, und es gab den Kalten Krieg". Und er scheute sich nicht, auf offensichtliches Doping in der Leichtathletik hinzuweisen, insbesondere in den 400-Meter Distanzen, die von dem Amerikaner LaShawn Merrit und der Britin Christine Ohuruogo gewonnen wurden.
Mallow: "Früher lagen die Läufer nach so einer Runde japsend am Boden; heute sehen sie aus wie nach einem Trainingslauf. Die Methode, die 400 Meter mit einer solchen Leichtigkeit zu laufen, haben wir nicht und wollen wir nicht. ...Wenn wir unfaire Bedingungen vorfinden, müssen wir das noch hinnehmen. Aber man kann uns nicht eins zu eins an diesen Bedingungen messen."
Mallow rechnet damit, dass sein Verband im kommenden Jahr fünf Millionen Euro Fördermittel erhalten wird. Er sagt dazu: "Wenn wir das Doppelte hätten, wären wir am unteren Rand dessen, was notwendig ist. Man kann doch eine Krise nicht dadurch überwinden, dass man die Ressourcen kappt."
So wie in der Leichtathletik dürfte es ähnlich in den anderen Verbänden sein.
Sport-Politik samt ihrer Funktionäre ticken eben ganz anders: Sie wollen Siege ohne Doping, egal mit welchen Mitteln!
Zum Abschluss noch meine individuelle Statistikauswertung: Der eigentliche Sieger ist die EU mit ihren schlappen rund 500 Millionen Bürgern. Die EU hat 89 Gold, 108 Silber und 294 Bronzemedaillen gegenüber dem 1,3 Milliarden Völkerverbund China mit schlappen 51 Gold, 21 Silber und 28 x Bronze. Selbst die BRD steht für sich mit 80 Millionen Bürgern im Verhältnis mit 16 x Gold, 10 x Silber, 15 x Bronze besser da als die Chinesen.
Das darf doch mal gesagt sein ;-))) 8/2008
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DIE WELT IST MEIN ZUHAUSE
ein vergnügliches Weltreisekochbuch mit Segel- und Reisegeschichten
Von Heidi Trautmann
192 Seiten - Traveldiary - Reiseliteratur Verlag ISBN 978-3937274-35-5
Ab sofort Bestellung durch Klick auf das Bild
EARLY BIRD - Segelwandern von der Adria bis ins östliche Mittelmeer
Von Heidi Trautmann
Preis € 16,80
264 Seiten - Traveldiary - Reiseliteratur Verlag
ISBN-13: 978-3937274218
Es ist Luxus, frei zu sein. Wenn Dir etwas nicht passt, holst Du die Leinen ein und segelst dem nächsten Horizont entgegen. Und wenn Du dann draußen bist auf See, dann legst Du alles ab und lebst und bist einfach. Das ist Luxus!"
Heidi und Kalle Trautmann haben ihren Traum verwirklicht. Sie haben in ihrer Freizeit ein Segelboot gebaut, ihre Jobs an den Nagel gehängt und die Leinen gelöst. Heute ist die "Early Bird" ihr Zuhause, das östliche Mittelmeer ihre Heimat, der Hafen von Girne ihr An-kerplatz.
Eine Reise entlang der Geschichte und entlang der Küsten Griechenlands, der Türkei, Syriens, Libanons, Israels und Ägyptens, von der Planung eines Segel-Abenteuers auf bayerischem Festland zu einem neuen Leben in zypriotischen Gewässern.
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Von Heidi Trautmann
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ISBN-13: 978-3937274218
Es ist Luxus, frei zu sein. Wenn Dir etwas nicht passt, holst Du die Leinen ein und segelst dem nächsten Horizont entgegen. Und wenn Du dann draußen bist auf See, dann legst Du alles ab und lebst und bist einfach. Das ist Luxus!"
Heidi und Kalle Trautmann haben ihren Traum verwirklicht. Sie haben in ihrer Freizeit ein Segelboot gebaut, ihre Jobs an den Nagel gehängt und die Leinen gelöst. Heute ist die "Early Bird" ihr Zuhause, das östliche Mittelmeer ihre Heimat, der Hafen von Girne ihr An-kerplatz.
Eine Reise entlang der Geschichte und entlang der Küsten Griechenlands, der Türkei, Syriens, Libanons, Israels und Ägyptens, von der Planung eines Segel-Abenteuers auf bayerischem Festland zu einem neuen Leben in zypriotischen Gewässern.
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NEUES AUS DEM KASPERLETHEATERVon Heinz Herbert
Wenn man diesen religiösen Glaubenskram wachen Auges verfolgt, kommt man aus dem Wundern nicht mehr raus. Jetzt ist schon wieder ein kleiner Heiliger seinem eigenen Wahn entsprungen. Ein Heilpraktiker aus Bonn, seines Zeichens Esoteriker mit Namen Frank Eickermann, entdeckte sein göttliches Wesen und sein Sendungsbewusstsein schon vor geraumer Zeit und setzt diesen Jux in bare Münze um.
Darüber lachen wir alle - auch Herr Eickermann, der aber aus ganz anderem Grund. Er genießt sein göttliches Sein, wie ich lese und jettet heutzutage zwischen Florida und Frankreich hin und her, während eine gute Anzahl seiner Anhänger familiär, seelisch oder finanziell ruiniert sein sollen, wahrscheinlich auch sind, denn so ein göttliches Wesen bedarf der Unterstützung, insbesondere in Sphären des Mammons.
Ja, und warum soll er diese liebevolle Aufopferung von seinen Gläubigen nicht fordern? Die wollen ja was zu glauben haben. Warum sie sich dafür nicht einen Baum aussuchen oder einen hübschen Felsen, entzieht sich allerdings meinem Verständnis, denn solche Teile wären viel günstiger anzubeten.
Weil so ein Glaubensgedudel ja freiwillig ist, könnte man auch fordern: Toleranz den Gottheiten des 21. Jahrhunderts!
Aber Vorsicht (hier in Lefke geistert ja auch so ein Typ rum und lebt gut, auch Dank vielen deutschen Muslimen), es fängt immer ganz harmlos an: Neulinge werden zu kostenlosen Meditationsübungen eingeladen. Hübsch farbig gestaltete "Lichtzentren", gerne gehalten in den Farben gelb oder orange, im Hintergrund ein paar Mandalagesänge vom Band, von deren Inhalt der Veranstalter selten eine Ahnung hat, und alle sind freundlich-liebevoll zueinander. Ach so ganz anders, wie im schrecklichen Leben da draußen.
Recht bald erfahren die Neuen dann, dass es ihnen eigentlich gar nicht so gut geht, dass sie sich unwohl fühlen, unter Depressionen leiden, kein Selbstwertgefühl mehr besitzen.
Das alles ist natürlich "kosmisch" zu erklären. "Atlantis" wird besonders gerne bemüht, seit dessen Untergang diese Erde sowieso einem ungewissen Dunkel gegenübersteht.
Und aus all diesem Übel, diesen drohenden, nicht greifbaren Gefahren helfen Lichtgestalten dieser Erde, und man darf sich glücklich schätzen, dass man die außergewöhnliche, herausragende Gelegenheit hat, den EINEN gerade kennen zu lernen (der taucht gerne dann auch zum ersten Mal auf und nimmt die Kollekte entgegen).
Oft werden dann unter den "Zugelaufenen" auch solche erkannt, die sich besonders dazu eignen, den Kosmos zu erlösen, am besten, in dem sie sich der Last vorhandener materieller Werte entledigen, den belastenden. Die Lichtgestalt nimmt es auf sich, diese Last zu tragen.
Sinnvoll ist es auch, Kontakte zur Familie zu lösen (denn die könnten ja in vertraulicher Runde einmal nachfragen, ob man sie noch alle beieinander hat), denn das "Gestern" hat "keine Bedeutung mehr", wenn man sich entscheidet, im "Heute und in selbstgewählter Armut" zu leben.
Die Lichtgestalt ist davon ausgenommen.
Und, nicht zu vergessen, was all diesen Seelenfängern eigen ist: "Nur die absolute Unterwerfung und die Auslieferung an den Lehrer machen den nächsten Schritt frei".
Der Chef des Ganzen verkörpert "die Allmacht Gottes" - aber, das kennen wir auch aus größeren Augenverkleister-Organisationen weltreligiösen Ausmaßes.
Dieser Eickermann residiert mittlerweile mal auf einem Schloss im Elsass, dem Stammsitz der Organisation, mal in Südfrankreich, mal im sonnigen Florida oder in Kalifornien. Die Lichtgestalt ist ein erfolgreicher Unternehmer im Bereich "esoterische Religionswirtschaft". Na klar, mehrfacher Millionär. Sein Vorbild und Lehrer: der indische Guru Sai Baba, einer der ganz großen Betrüger in dem Bereich.
Seminare und Kurse werden schnell vertickt: ein paar Stunden für 150 €, 400 € für ein Tagesseminar und der Gipfel des Ganzen: eine einwöchige Ausbildung zum spirituellen Lehrer sind schon für beachtliche 12.000 € zu erhalten. Keine Ahnung, was dieser Eickermann seinerzeit an seinen Guru löhnte, aber: sowas kann eine gute Investition sein.
Unsinn das alles? Aber nein!
Wer mir 500 € überweist, darf gerne zu mir beten. Ich tauge gut für sowas. Ich schicke auch ein Bildchen von mir. Mein Hund ist schon ganz entzückt von meiner Ausstrahlung und hat manches Mal bereits einen leicht entrückten Blick, wenn er mich so ansieht, wenn ich dastehe mit dem Futternapf.
Kontoanfragen bitte unter der bekannten mailadresse. Danke im Voraus. 8/2008
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GEFUNDEN IM NETZ von Joe Cool Was wir vor Olympia über China wussten
von Cai Tore Philippsen
Dass es ein extrem großes Land ist, in dem ganz viele Menschen leben, die ihre Umwelt extrem verschmutzen und von einer ganz undemokratischen Regierung geführt werden. Obwohl die einzige Partei sich kommunistisch nennt, sind manche ganz reich und viele extrem arm. So weit der Scherenschnitt, der als Schablone der Vorberichterstattung im deutschen Funk und Fernsehen, im Internet und auf Papier verwendet wurde.
Sofern sich niemand traute, die Erwartungen der Medienkonsumenten mit einem differenzierteren Blick zu enttäuschen. Nun müssen wir lernen, dass China und vor allem Peking noch viel extremer ist, als es unsere gutgepflegten Vorurteile vorgesehen hatten.
Der Flughafen extrem groß und ganz leer, der Bus extrem langsam und ganz laut. Alle Häuser extrem hoch und ganz hässlich. Ganz wenig anzuziehen war doch keine gute Idee Die Sicht ganz schlecht. Smog dürfen wir die dicke Brühe aber nicht nennen, das hören die Chinesen extrem ungern, schließlich haben sie ganz vielen Autos das Fahren verboten und andere extreme Maßnahmen ergriffen. Das Heer der olympischen Freiwilligen ist ganz freundlich, aber angeblich mit extrem vielen Spitzeln durchsetzt. Erst war Peking extrem heiß und ganz luftfeucht. Extreme 97 Prozent maßen die Meteorologen an einem Tag, da fühlt sich der Gast beim Spaziergang, als würde er in der heißen Badewanne liegen. Ganz verschwitzt waren alle Chinesen und Gäste, deswegen roch es manchmal, und zwar extrem.
Ganz wenig anzuziehen war dennoch keine gute Idee, weil Chinesen Klimaanlagen extrem prima finden. Deswegen sind diese immer ganz aufgedreht, also extrem kalt. Die Helden der Wettermacher hatten wohl ganz frei Dann schüttete es den ganzen Tag. Extrem viel Regen. Das wäre nicht ganz so schlimm gewesen, würden die Chinesen ihre Straßen und Parkplätze nicht so extrem gerade bauen. So konnte das ganze Wasser nicht ablaufen, und alle hatten extrem nasse Füße, den ganzen Tag.
Da wünscht man sich ganz cool zu sein, so wie der chinesische Freiwillige, der auch im extremsten Wolkenbruch seinen Platz an der Radstrecke nicht verlassen hat. Der mit den ganz neuen Sponsorenturnschuhen knöcheltief im Wasser stand, extrem lange. Offenbar hatten die Helden der Arbeit aus dem Büro der Wettermacher den ganzen Tag frei. Mit welchen extremen Mitteln die Chinesen die Hochglanzfassade ihrer Spiele aufpolieren, lernen wir Tag für Tag nur ein ganz kleines bisschen mehr.
Das extrem spektakuläre Feuerwerk, das sich während der Eröffnungsfeier wie riesige Fußstapfen am Himmel über Peking dem Olympiastadion näherte, wurde für das Fernsehen und die 91.000 Zuschauer im Vogelnest vom Videoband abgespielt. Die extrem einfallsreichen Chinesen hatten es ganz lange vor der Feier aufgezeichnet. Wer verlässt sich schon gerne auf die Realität? Das finden wir nun wirklich total normal. (F.A.Z. Cai Tore Philippsen, Peking) 8/2007
Reisegepäck - Jedem Abschied soll ein Wiedersehen folgen
Von Gerd Gregor Feth
Es mag einige Passagiere geben, die unter Flugangst leiden, aber so ziemlich alle fürchten sich davor, dass ihre Koffer nicht mit ihnen zusammen am Ziel ankommen.
Menschen am Gepäckband beschleicht stets ein flaues Gefühl, wenn der eigene nicht unter den ersten ist, die auf das Transportband plumpsen. Man fragt sich bange: Wo ist er geblieben? Habe ich ihn vielleicht doch übersehen? Ist er verwechselt worden? Oder eben: Ist er beim Umsteigen nicht mitgekommen?
So ein Malheur passiert gar nicht selten. Beispielsweise gehen in London-Heathrow, dem größten Flughafen Europas, rund 50 von 1000 Gepäckstücken verloren, nur wenig besser ist der zweitgrößte, Charles de Gaulles in Paris, in Frankfurt wie in Amsterdam sind es immer noch 20 bis 30. Dass man es deutlich besser machen kann, zeigen seit einigen Jahren zwei Flughäfen in Europa: Das neue Terminal 4 (T4) in Madrid-Barajas und Münchens Terminal 2. Nur noch 10 bis 15 Promille der abgefertigten Gepäckstücke werden vermisst.
Fürs Umladen und Überprüfen keine Zeit. Natürlich sind die wenigsten wirklich verloren, sie wurden zurückgelassen (Fachsprache: "left behind") und reisen mit einer späteren Maschine ihrem Besitzer nach. Aber das ist für denjenigen, den es gerade trifft, nicht wirklich angenehm. Vielleicht wird sich so mancher daran erinnern, dass er zu Beginn der Fernreise seine Habseligkeiten am Startflughafen ja "aufgegeben" hat, womit jetzt die zweite Bedeutung dieses deutschen Wortes auf fatale Weise Gültigkeit erlangt.
Mit dem "Durchchecken", wie es in der deutsch-englischen Fliegersprache heißt, ist der Passagier zwar von der Sorge um seine Koffer während der ganzen Reise befreit, doch kann er sich nicht ganz sicher sein, ob diese auch tatsächlich gleichzeitig seinen Weg nehmen. Verspätet sich beispielsweise das Zubringerflugzeug zum Interkontinentalflug, erreicht meist nur der Passagier die Maschine, fürs Umladen und Überprüfen des Gepäcks bleibt indes keine Zeit mehr.
Konsequenz: Es bleibt da, wo es ist. Eine Tatsache, die der Reisende frühestens erfährt, wenn er am Zielflughafen den Verlust reklamiert und der Weg des Koffers mittels der Codes auf den Gepäckabschnitten zurückverfolgt wird. Das vermisste Stück wird nachgeschickt und einige Tage später am Urlaubsort zugestellt.
Problematisch wird es bei Geschäftsreisenden. Um sich für die Zwischenzeit mit dem Nötigsten zu versorgen, zahlen die Fluggesellschaften unterschiedliche Entschädigungen. Dieses durchaus erprobte Verfahren taugt natürlich nicht für Geschäftsreisende, die oft jeden zweiten Tag woanders sind: Ihr verspäteter Koffer würde ihnen ständig nachreisen, sie meist aber erst wieder zu Hause nach den üblichen zwei bis drei Tagen erreichen. Kein Wunder, dass Kurzreisende Wäsche und Wechselkleidung in einen kleinen Koffer quetschen und als Handgepäck mit an Bord nehmen. Um diese Unannehmlichkeiten zu vermeiden, gilt als das zentrale Qualitätsmerkmal eines Umsteigeflughafens (Hub) nicht etwa die Architektur, das Angebot an Duty-Free-Artikeln oder die Ausstattung der Lounges, sondern die "Minimum connected time".
Wie lange brauchen Passagier und Gepäck, um von einer Maschine in die andere zu kommen? Die Unterschiede sind beträchtlich: In Frankfurt rechnet man mit mindestens 45 Minuten (in die Vereinigten Staaten deutlich länger), in Madrid T4 sind es 40 und im Münchner Terminal 2 reichen 30.
36 km/h Koffergeschwindigkeit. Eine garantierte halbe Stunde ist das absolute Minimum für Flughäfen in der Größenordnung von mehr als 20 Millionen Passagieren im Jahr, sagt Hans-Jürgen Klohs, Chef der Verkehrsplanung am Flughafen München. Man habe diesen Wert nur erreichen können, weil ein völlig neues System in ein von den Größenverhältnissen optimiertes Terminal installiert ist. Denn die Zeit, die ein Gepäckstück im automatischen System transportiert wird, liegt bei zwölf Minuten. Die verbleibende Zeit kostet es, den Koffer aus dem Container zu holen, mit Elektrokarren zum nächsten Eingabepunkt zu transportieren und in einen anderen Behälter zum Weiterflug zu packen.
Das sind Zeiten, die sich kaum mehr verkürzen lassen. Obwohl Siemens im neuen T4 von Madrid-Barajas die jüngste Software einsetzt und die gelben Schalen mit den einzelnen Koffern und Rücksäcken bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 10 m/s - 36 km/h - durch die Katakomben des neuen Flughafens rasen lässt, verharrt die Umsteigezeit dort bei 40 Minuten.
Der Grund: Mit 35 Millionen Passagieren im Jahr fertigt allein das T4 um 10 Millionen mehr Passagiere ab als München T2. Wie eine riesige Modelleisenbahn Der für den schnellen Umstieg des Gepäcks nötige Raum bleibt in Madrid - wie überall auf der Welt - unsichtbar. Er liegt im mehrstöckigen Keller des vom britischen Architekten Richard Rogers entworfenen, lichtdurchfluteten Gebäudes. Dort ist Platz für 110 Kilometer Transportband, damit das Gepäck der Passagiere an den 172 Check-in-Schaltern aufgenommen und rechtzeitig in die Nähe der 142 Abflugstationen - darunter 65 Fluggastbrücken - befördert werden kann. Es herrscht reges Treiben im Bauch des spanischen Flughafens. Gepäckstücke auf gelben Wannen rasen surrend über Förderbänder, manche sind leer, bewegen sich aber doch. Sie alle tragen einen Transponder, der ganz genau weiß, wem seine Last gehört und wann und wohin die Flugreise gehen wird. Das erinnert etwas an eine riesige Modelleisenbahn, deren Züge wie von Geisterhand über Weichen fahren, irgendwann stoppen, einem anderen Vorfahrt gewähren und dabei nie miteinander kollidieren.
Dafür sorgt ein zentraler Steuerrechner, der weiß, wo sich jedes Gepäckstück befindet und es ganz ohne menschliches Zutun rechtzeitig dorthin schickt, wo es hin soll.
Der Rechner kennt den schnellsten Weg. Wird ein Koffer weit vor dem eigentlichen Abflugstermin aufgegeben, lenkt der Rechner ihn samt seiner Wanne in einen sogenannten Frühgepäckspeicher, wo 8000 Einheiten Platz haben und erst abgerufen werden, wenn der Einsteigetermin naht. Der Rechner kennt den schnellsten Weg, auch wenn dazwischen viel Gepäckverkehr ist. Dann nimmt das gelbe Tablett einfach einen kleinen Umweg. Soll die Reise vom zwei Kilometer vom Terminal entfernten Satelliten (T4S) starten, wird er rechtzeitig dorthin auf den Weg geschickt. Mehr als 16.500 Gepäckstücke können jede Stunde allein in den neuen T4 und T4S abgefertigt werden. Sie übernehmen rund 70 Prozent des Flugverkehrs, von und zu den weit entfernten alten Terminals T1, T2 und T3 wird wenig Gepäck transportiert.
Wer etwa mit der Iberia von München über Madrid nach Südamerika reisen will, wird schon aus Kostengründen kaum mit der Lufthansa oder einer anderen Gesellschaft außer der Iberia in die spanische Hauptstadt fliegen.
Das gilt auch für München. Wer zum Beispiel aus Italien über München nach Asien fliegen will, reist mit der Lufthansa oder einer mit ihr verbundenen Fluggesellschaft nach München, die sowieso alle in T2 landen.
Wenn einen das mulmige Gefühl überkommt. Dort ist die Logistik des Transports von Gepäck ziemlich ausgeklügelt. Der Koffer ist bereits am Startflughafen mit einem mit einem Strichcode versehenen Anhänger ausgerüstet worden. Nach dem Einladen ins Münchner Gepäcksystem funktioniert alles automatisch: Kameras lesen den Strichcode und übertragen die Information auf den Transponder einer Wanne, die das gute Stück aufnimmt und jetzt mit 2,5 Meter in der Sekunde weitertransportiert. Auf dem Weg passiert es noch bis zu drei Sicherheitsschleusen, wo es nach verdächtigem Inhalt durchleuchtet wird. Dem zentralen Rechner ist natürlich längst bekannt, dass es sich dabei um Transitgepäck handelt, das bevorzugt umgeladen werden muss. Der in München umsteigende Passagier vertreibt sich inzwischen die Zeit bis zum Weiterflug: Er geht vielleicht einkaufen, etwas essen oder er sitzt in der Lounge und liest Zeitung. Und machmal wird ihn das mulmige Gefühl überkommen, ob er seinen Koffer am Ziel wieder in Empfang nehmen kann. Er kann sich ja ausrechnen, dass selbst das gute Münchner Resultat von 15 Promille Ausfälle bedeutet, dass bei 10.000 Koffern jede Stunde immerhin 150 vergessen oder fehlgeleitet werden. 8/2008
Gutes Gepäck, schlechtes Gepäck
Die EU-Kommission hat erstmals eine komplette Liste verbotener Gegenstände im Handgepäck vorgelegt.
Tennisschläger sind in Ordnung, Skateboards nicht. In der Vergangenheit war es oft Auslegungssache des Flughafenpersonals, ob etwa ein Sportgerät mit in die Kabine darf oder nicht. Damit soll jetzt Schluss sein. Flugreisende bekommen mit der verbindlichen EU-Liste endlich Klarheit. Vor allem darüber, was keine Chance hat, als Handgepäck durchzugehen. Die Aufzählung reicht von Feuerwaffen aller Art über Schlittschuhe, Golfschläger und Granaten bis zu Skateboards und Feuerlöschern. Auch das umstrittene Verbot von Flüssigkeiten an Bord gehört dazu. Hintergrund des Kommissionsbeschlusses vom Freitag ist ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Die obersten EU-Richter müssen darüber entscheiden, ob die gesamte EU-Verordnung zum Handgepäck ungültig ist, weil Fluggäste bisher keine vollständigen und offiziellen Informationen über verbotene Gegenstände hatten.
Juristisches Hin und Her
Noch im April hatte die Brüsseler Behörde erklärt, der entscheidende Anhang der umstrittenen Verordnung solle weiterhin geheimbleiben. Da hatte Generalanwältin Eleanor Sharpston die EuGH-Richter gerade aufgefordert, das ganze Regelwerk wegen der Informationslücke für inexistent oder zumindest für ungültig zu erklären. Das Verfahren läuft noch. Ausgelöst hatte den Rechtsstreit ein Fluggast, der im September 2005 in Wien mit Tennisschlägern im Gepäck ins Flugzeug steigen wollte. Sicherheitsleute waren der Ansicht, diese Sportgeräte seien an Bord verboten. Sie forderten den Mann zum Verlassen der Maschine auf. Der Betroffene erhob Klage. Tennisschläger sind Handgepäck Der am Freitag veröffentliche Verordnungsanhang zählt als verbotene Gegenstände zwar Sportgeräte wie Ski- und Wanderstöcke, Säbel und Degen, Baseball- und Cricketschläger, Billardstöcke und Angelruten, Pfeile und verschiedene Kampfsportausrüstung auf. Tennisschläger werden in der Liste jedoch nicht erwähnt. EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani verteidigte noch am Freitag den fünf Jahre alten Beschluss, die Vorschriften nicht zu veröffentlichen. Das sei "aus Sicherheitsgründen" geschehen. Ein Sprecher Tajanis bestritt, dass die Kommission mit dem Beschluss zur Veröffentlichung einem drohenden EuGH-Urteil vorgreifen wolle. Häufig folgt der EuGH in seinen Urteilen den Gutachten der Generalanwälte. © FOCUS Online 8/2008
Billig-Urlaub
Im Internet kursieren viele Reiseversprechen für billigen Urlaub. Galileo hat getestet welche Billig-Urlaub-Methode aus dem Internet wirklich funktioniert.
Auf der Seite www.lturauktion.de im Bereich "Auktion" kann man Urlaub ersteigern. In unserem Test war der Urlaub erheblich billiger als das günstigste Last-Minute-Angebot zum gleichen Zeitpunkt und gleichen Abflughafen.
Auf der Seite www.couchsurfing.com kann man sich registrieren und kostenlos bei anderen Couch-Surfern übernachten. Man sollte aber auf jeden Fall vorher Kontakt aufnehmen und am besten telefonieren. Auch sollte man sich - besonders als Alleinreisender - vorab über die Gegend informieren, in der die kostenlose Übernachtungsmoöglichkeit angeboten wird.
Auf der Seite www.wwoof.org kann man sich auf Bio-Höfen weltweit als Halbtagsjobber registrieren. Man muss nur den Flug und eine Mitgliedsgebühr (zwischen 18 und 20 Euro) bezahlen - und natürlich halbtags arbeiten. Auf der Internetseite stellt sich jeder Hof vor und gibt genau an, wie viele Stunden man pro Tag arbeiten soll.
Profi-Hoteltester Oliver Knapp hat unsere Testerin Bettina zwei Tage lang zu einem Hoteltest im 5-Sterne Luxushotel Es Ratxo (www.esratxohotel.com) mitgenommen.
Ergebnis: Der Hoteltest war ein Erlebnis fuer Bettina. Allerdings muss man dabei mehr arbeiten als sie dachte. Mehrere hundert Check-Fragen gilt es zu klären. Am Ende war es aber doch eine Art kleiner Urlaub. Der Nachteil: Die meisten Hotel-Tests werden - wie in unserem Fall - von den Hotel-Chefs selbst in Auiftrag gegeben, um den Service verbessern zu können. Und die Hotelchefs suchen sich dafür meistens renommierte Hotel-Test-Agenturen aus. Man kommt also an den Job nicht so leicht ran.
Urlaubs-Auktion, Reisen wie bei Ebay für wenig Geld ersteigern: www.ltur-auktion.de
Weltweite kostenlose Übernachtungen für Kultur-Interessierte: www.couchsurfing.com
Sogenannte Gratishotels, wenn Hotelketten ihre Kontingente nicht aufbrauchen: www.gratistours.com 8/2008
Schwindendes Vertrauen in die Demokratie
Le Monde - Frankreich. Ausgehend von einer Studie der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung kommentiert die Tageszeitung Le Monde den Vertrauensverlust der westlichen Bürger in die Demokratie: "Die Demokratie scheint keinen günstigen Wind zu haben, sei es auf nationaler oder internationaler Ebene. ... Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung ... denkt jeder dritte Deutsche, dass die Demokratie nicht gut funktioniert, die Zahl erreicht sogar 60 Prozent unter den ehemaligen Ostdeutschen. Ein Viertel der Befragten wollen von der Demokratie 'wie sie bei uns ist' nichts mehr wissen. ... Der Vertrauensverlust in die Demokratie verrät nicht nur die Zunahme von autoritären Tendenzen, er spiegelt sich auch in der Ratlosigkeit der politischen Eliten wider, die unfähig sind, das Ausmaß der von der Zukunft gestellten Probleme zu erkennen. Deshalb scheint der Kandidat Barack Obama als Erretter, selbst wenn man kein Amerikaner ist. ... Integration erfolgt durch Teilnahme und nicht durch Fürsorge und muss durch innovative Formen der direkten Demokratie gestärkt werden, die auch Medien wie das Internet umfassen. Die abstrakten Richtlinien der Europäischen Union können keine Identifizierungswirkung haben, da niemand versteht, wie sie Verwendung finden." 8/2008
Auf welcher Seite steht Europa?
Politiken - Dänemark. Einer der Hauptgründe für die Vergabe der Olympischen Spiele an Peking sei die Hoffnung gewesen, dass China seine Menschenrechtssituation im Licht der Öffentlichkeit verbessern würde, meint Tøger Seidenfaden, Chefredakteur der Tageszeitung Politiken. China sei dieser Rolle bislang jedoch nicht gerecht geworden: "2002 sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, dass das Olympische Komitee die Spiele nicht in China abhalten wolle, wenn China keine entsprechenden Gegenleistungen in Sachen Menschenrechte bringe.
Das waren leere Worte, denn eine Studie von Amnesty International beweist, dass in den wichtigsten Bereichen keine Verbesserungen eingetreten sind. So sind zum Beispiel Zwangsarbeit und willkürliche Verhaftungen nach wie vor an der Tagesordnung.
Dass China die elementaren Menschenrechte verletzt, müssen wir Peking immer wieder unter die Nase reiben - sowohl auf öffentlichen als auch auf inoffiziellen Treffen. Wenn das IOC diese Botschaft nicht klar vermitteln kann oder will, müssen es eben alle Gäste der Spiele machen. Das könnte vielleicht etwas bewirken." 8/2008
Neue Zürcher Zeitung - Schweiz. Die Neue Zürcher Zeitung bezweifelt, dass sich der Westen und China ausgerechnet im Zuge der Olympischen Spiele kulturell annähern werden: "Das bei Chinesen verbreitete Unverständnis gegenüber westlicher Kritik hängt auch damit zusammen, dass bei allem Egoismus im Kleinen in China der Primat 'übergeordneter Ziele' seit Jahrhunderten gelehrt wird. Patriotismus gilt als hehrer denn Freiheit, der Einzelne macht, was die Familie und der Staat wollen, und nicht umgekehrt. Menschenrechte werden von den meisten als ein Anspruch auf Entwicklung und Wohlstand und nicht als individuelle Rechte begriffen.
Umgekehrt feiern auch im Westen bequeme Vorurteile von 'der unmenschlichen gelben Gefahr' Urständ. ... Auch haben die Chinesen zwar bis heute politisch wenig zu sagen, aber sie fühlen sich in ihrer Mehrheit nicht als ein Volk von Unterdrückten und Geknechteten, und ihr Leben ist in vielem moderner und auch freier geworden. ... Von Unwissen und Vorurteilen geprägte Auseinandersetzungen geben auf beiden Seiten Hardlinern Auftrieb. Bereits scheint es, als ob sicherheitsbesessene chinesische Funktionäre zu den Olympischen Spielen am liebsten alle Ausländer ausweisen würden und ein auf Beleidigtsein basierender chinesischer Patriotismus Völkerverbindendes verdränge. Der Wahlspruch 'One World - one Dream' droht in 'Zwei Welten - ein Traum' umgeschrieben werden zu müssen. Das würde in manchem den herrschenden Realitäten entsprechen. Doch wäre damit eine Chance vertan." 8/2008
Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisiert die chinesiche Reaktion auf den Bericht von Amnesty International: "Wenn die chinesische Regierung als Antwort auf internationale Kritik sagt, um die Menschenrechte im Land stehe es deutlich besser als früher, ist das nicht völlig falsch.
Unter Mao war China eine Art Volksgefängnis, was heute nicht mehr so ist. Allerdings hat die Hoffnung, das prestigebewusste China werde vor den Olympischen Spielen deutlich liberaler werden, getrogen. Insofern ist die Kritik, zum Beispiel von Amnesty International, zutreffend und mitnichten ein 'Lügenmärchen', wie der Sprecher des Pekinger Außenministeriums zu bemerken beliebte.
Über Sicherheitsmaßnahmen vor Ereignissen wie Olympischen Spielen sollte man sich nicht mokieren. ... Internetzensur und Behinderungen von Berichterstattern auch in (politisch) völlig harmlosen Situationen vervollständigen das Bild einer Führung, die jegliche Souveränität vermissen lässt." 8/2008
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HARRY McMARTINS BUCHREZENSIONEN:
DAS TIBETISCHE BUCH VOM LEBEN UND STERBEN *****
Von Sogyal Rinpoche
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten Verlag: O. W. Barth Bei Scherz; Auflage: Völlig überarb. Neuausgabe. (März 2003) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3502611130 ISBN-13: 978-3502611134
Ein Buch für Jedermann
Dieses hochinteressante Buch behandelt aus zeitgenössischer, tibetisch-buddhistischer Sicht den Umgang mit dem Tod, und es hilft Menschen im Hier und Jetzt, Hinterbliebenen, natürlich insbesondere auch den Sterbenden, den Tod anzunehmen.
Ein Thema, meist gemieden, dem sich jeder irgendwann einmal stellen muss, ob er will oder nicht. Und so sagt in dem beachtlichen Vorwort auch der Dalai Lama: WIR KÖNNEN IHN (DEN TOD) ENTWEDER IGNORIEREN, ODER WIR KÖNNEN UNS DER AUSSICHT AUF UNSEREN EIGENEN TOD STELLEN UND BEGINNEN - INDEM WIR UNS EINGEHEND MIT IHM BEFASSEN - DAS LEIDEN, DAS ER UNS BRINGEN KANN; ZU VERMINDERN. WIR KÖNNEN IHN ABER IN KEINEM FALLE UMGEHEN."
Sogyal Rinpoche war Schüler des Meisters Jamyang Khyentse, und was ihn besonders beeindruckte war, nach seinen Worten, dessen offensichtliche Liebe die er in der Gemeinschaft ausstrahlte und seine ganz besondere Fürsorge für die Sterbenden und die Verstorbenen. In Tibet war und ist ein Lama - soweit es die chinesischen Besatzer zulassen - bis zum heutigen Tag nicht nur spiritueller Lehrer, sondern auch Gelehrter, Therapeut, Arzt und spiritueller Heiler. In diesem faszinierenden Buch berichtet der Autor über seine Arbeit sowie den Erkenntnissen des Buddhismus in Bezug auf Leben und Tod, und das in einer Weise, die diese Thematik jedem nahebringt, gleich welch atheistischer oder religiöser Vorstellungen er folgen mag.
Das Buch ist unterteilt in vier Abschnitte: LEBEN - STERBEN - TOD UND WIEDERGEBURT - SCHLUSSBETRACHTUNGEN, gefolgt von einem ebenso spannenden Teil im Anhang über die Lehrer des Autoren, Fragen zum Tod, zwei kleinen Geschichten und zwei Mantras, sonstigen Anmerkungen, Literaturempfehlungen, einiges über den Autoren und einem Personen- und Sachregister.
Am Ende werden Sie etwas mehr über das Leben, den Tod und über sich selbst wissen - und ich verspreche Ihnen: einmal angefangen, legen Sie dieses Buch bis zur letzten Zeile nicht mehr aus der Hand.
Den Autoren haben Sie dann längst ins Herz geschlossen, einer der von der überzeugenden Weisheit einer Tradition aus eigenem, tiefen Erkennen berichtet. Und das nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern direkt ausgerichtet auf die konkrete Hilfe für den leidenden Menschen.
Gewürzt mit einer guten Portion Humor - ähnlich dem des Dalai Lama - wird die sicherlich zunächst schwierig erscheinende Thematik von jedermann mit einer gewissen Leichtigkeit aufgenommen.
Dieses Werk nur zu empfehlen, wäre zu wenig. Das Buch ist ein MUSS für jeden Menschen, der es wagt, ein bisschen über seine Nasenspitze hinauszusehen. HMcM
PARIS - Marco Polo *
Broschiert: 144 Seiten Verlag: MAIRDUMONT, Ostfildern; Auflage: 1. völlig überarbeitete Ausgabe 2008 (2. Januar 2008) ISBN-13: 978-3829705158
Manchesmal ist preiswert auch nur billig
Ich war das erste Mal in Paris und habe mir, aufgrund der positiven Kundenrezensionen, diesen Reiseführer zugelegt. Schon beim ersten Durchlesen - noch zu Hause - hatte ich ein ungutes Gefühl. Dieser Reiseführer konnte mir keinen wirklichen Eindruck von Paris vermitteln. Trotzdem - die Zeit war knapp und wenn man in Nordzypern lebt ist es nicht möglich, einfach um die Ecke zu gehen und sich einen anderen zuzulegen - ich nahm das nicht wirklich handliche, aber preisgünstige Teil mit auf die Tour, allerdings nur, um schließlich festzustellen, dass es eigentlich nur billig war.
Wie manche der Rezensionen zustande gekommen sind, entzieht sich meinem Verständnis. Dieser Reiseführer stellte sich schlichtweg als untauglich heraus, und ich hatte den Verdacht, dass manch eine hochgelobte Lokalität den vermittelten Eindruck gesponsert hat.
Ich habe mich auch hinterher gefragt, für wen eigentlich ist dieser Reiseführer geschrieben? Doch nicht für den Durchschnittstouristen. Vielleicht für Low-Budget-Kandidaten? Dann wäre der Marco Polo, mit seinen Spezial-Tipps insoweit, sicherlich hilfreich.
Aber alles was über die Beschreibung einzelner Orte unter SEHENSWERTES hinausgeht, ist eher verwirrend als erhellend und sinnvoll.
Mit den Karten kann man überdies auch nichts anfangen. Bis man sich da eingenordet hat, ist man fertig mit den Nerven (wenn die gesuchte Straße überhaupt angeführt ist). Auch das könnte der Verlag sicherlich besser machen.
Die Shopping-Tipps sind erbärmlich und die Abteilung AM ABEND, wohin man den Normal-Tourie um diese Zeit lotst, ganz schwach und uninspiriert. Ansonsten viel Pille-Palle. Mehr nicht. Ich habe mich letztlich mit einem dünnen Touristen-Merkblatt des Hotels besser orientieren können. Den Paris-Führer von Marco Polo habe ich einem unsympathischen deutschen Touristen geschenkt. HMcM
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AHMED UND HASSAN
Ahmed: Merhaba, Hassan.
Hassan: Merhaba, Ahmed.
Ahmed: Hast eckig Auge du?
Hassan: Ja, ziemlich eckig. Olümbische Spiele, weißt Du.
Ahmed: Unn? Wie war Türkei?
Hassan: Net schlechd. Rang siwweunndreißisch.
Ahmed: Was des haast in Medallie?
Hassan: Einmal Gold, viermal Silwer unn dreimal Bronze. Also achd Medallie!
Ahmed: Da warn mir Deudsche besser.
Hassan: Bist plötzlisch Deutscher du?
Ahmed: Klar, hab doch Deutschpass unn außerdem, wennde bei de Gewinner sei willsd!
Hassan: Mussde Deutschländer sei?
Ahmed: Genau. Als Terk bisde immer hinnedra.
Hassan: Ich hab ja aach Deutschpass!
Ahmed: Na also, dann biste aach en Gewinner.
(Sie tauschen Wangenküsse aus und gehen lachend von hinnen)
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